Tagesausflug von der Seevilla auf den Säntis

06.08.2015

Tagesausflug von der Seevilla auf den Säntis

Nicht umsonst sagt man, dass der Säntis über dem Bodensee "thront". Denn wenn man das Alpenpanorama vom Uhldinger Bodenseeufer aus betrachtet, überragt er alle anderen Gipfel. Dies gilt besonders an Tagen mit spezieller Föhn-Wetterlage, die häufig im Frühjahr und Herbst vorkommen.

Lesen Sie unsere Eindrücke vom Tagesausflug auf den Säntis vom 31.07.2015

Von der Seevilla aus kann man den Säntis in max. 90 Minuten mit dem Auto erreichen (Autofähre nach Konstanz und dann Richtung St. Gallen). Am besten lässt sich ein Tagesausflug von der Schwägalp aus starten (1‘352 m), dort befindet sich die Talstation der Säntisbahn und man kann das Auto kostenlos parken. An schönen Tagen empfiehlt sich eine frühe Anreise.
Besonderer Tipp: am 31. Juli, also einen Tag vor dem Schweizer Nationalfeiertag, wird an der Nordwestflanke des Säntis die größte Schweizerflagge der Welt ausgerollt.

Unser Wanderweg zum Gipfel startet direkt vor dem Berghotel Schwägalp und wird als mittelschwer ausgewiesen (körperliche Grundfitness erforderlich). Zum Gipfel des Säntis benötigt man ca. 3,5 Stunden, es empfiehlt sich ein Zwischenstopp an der Berghütte „Tierwis“ (2‘085 m). Zunächst führt uns der Wanderweg entlang an Wiesen und Bergkoppeln wo man Weidekühe aus nächster Nähe beobachten kann. Nach ca. 1km wird der Weg steiler und führt an der linken Flanke des Berges hinauf. An mehreren Punkten entlang des Wanderwegs kann man kurz verweilen und die herrliche Weitsicht genießen. An steilen, schwierigen Stellen sind Halterungen im Boden und Stahlseile auf Hüfthöhe angebracht – der Weg ist somit gut zu bewältigen, man sollte jedoch keine Höhenangst haben. Kurz vor der eingeplanten Zwischenstation wird der Weg schmaler und man muss an einem der Stahlseile entlangklettern. Nach wenigen Metern erreichen wir die Berghütte „Tierwis“. Hier kann man auf großen Holzbänken „faulenzen“ und sich von den gut gelaunten Gastgebern mit leckeren Schweizer Gerichten verwöhnen lassen. Unser Tipp: das mit Käse überbackene Kartoffel-Röschti probieren! Frisch gestärkt geht es auf den zweiten Teil der Tour Richtung Gipfel. Nach wenigen Metern kann man den gewaltigen Sendeturm der Bergstation erblicken – ab jetzt hat man das Ziel die ganze Zeit im Blickfeld. Zunächst wandern wir über befestigten Felsuntergrund, der mit der Zeit aber immer zerklüfteter wird – die Schritte werden immer konzentrierter, um nicht in einen tieferen Spalt abzurutschen. Gefährlich ist dies sicherlich nicht, dennoch empfiehlt sich festes Wanderschuhwerk. Ca. 1 km nach der Tierwis-Hütte erreicht man auch ein kleines Schneefeld, welches das ganze Jahr bestehen bleibt. Hat man dieses überquert geht es auch schon in den letzten Steilhang hinein. Ab hier müssen kleine Absätze hinaufgestiegen werden – die sichere Route ist immer mit einer Farbmarkierung versehen. Die letzten Meter hinauf zur Bergstation sind über gut installierte Treppenstufen zu erreichen – hier wird es noch einmal steil. Auf dem Gipfel (2‘502 m) angekommen, kann man die atemberaubende Weitsicht bis hin zum Bodensee genießen. An kaum einem anderen Ort kann man den gesamten Bodensee in seiner gesamten Ausdehnung – von Bodman bis Bregenz – so gut betrachten wie hier. Unsere Fotos zeigen den Ausblick am 31.07.2015 sowie am 06.12.2014 – ein toller Vergleich zwischen den Jahreszeiten Sommer und Winter.
Mit der Bergbahn geht es dann mit vielen Eindrücken im Gepäck wieder zurück ins Tal...